Babyschwimmen in Ludwigsburg – going with the flow

Babyschwimmen liegt im Trend. Aber man das unbedingt mitgemacht haben? Und wie läuft so ein Kurs ab?

In Ludwigsburg besteht die erste Herausforderung erst einmal darin, einen Platz in einem Babyschwimmkurs zu bekommen. Denn die meisten Schwimmschulen sind ausgebucht und bieten nur Wartelistenplätze an. Wir hatten aber tatsächlich einen ergattert. Ich erzähle euch, wie ein Kurs so abläuft.

Unser Kurs fand im Lehrschwimmbecken Ludwigsburg-Grünbühl statt. Angenehm war dort, dass in diesem Bad nur Schwimmkurse stattfinden und man auf keine anderen Badegäste trifft. Es gibt zwei getrennte Sammelumkleiden. Damit bleibt die An- und Auszieherei an einem Elternpart hängen. Wie ich feststellte meistens an den Müttern. Es liegen zwar vorsorglich ein paar Matten auf dem Boden, um die Babys darauf abzulegen, trotzdem ist es ein ziemlicher Tumult und viel Geschrei, bis alle in Badesachen und Schwimmwindeln bereitstehen.

Dann geht es los. Es gibt ein Nichtschwimmerbecken; das Wasser ist warm, könnte für meinen Geschmack aber etwas wärmer sein. Durch dieses Becken werden samstagvormittags die Schwimmkurse nacheinander durchgeschleust. Und das nahtlos – ich habe den Schwimmtrainer das Becken nicht einmal zwischen den Kursen verlassen sehen.

Eltern samt Babys gehen ins Wasser, stellen sich im Kreis auf und dann stimmt der Trainer lautstark ein paar Lieder an. Dazu werden die Kinder mal hochgehoben, durchs Wasser gezogen und nass gespritzt. Dazu gibt es verschiedene Übungen: Rückenschwimmen, im Sitzen balancieren, tauchen, vom Beckenrand springen, mit einer Schwimmnudel schwimmen oder auf einer großen Schwimmmatte krabbeln/liegen. Das ist relativ abwechslungsreich und unterm Strich sind viele Anregungen dabei, die man beim privaten Schwimmbadbesuch so nicht umgesetzt hätte. Die 40 Minuten gehen schnell vorbei.

Dann geht’s schnell raus aus dem Wasser (die nächste Gruppe wartet schon am Beckenrand) und rein in die Dusche. Dann kommt die eigentliche Herausforderung: den Watz und mich abduschen, die nassen Sachen abstreifen und beide wieder schnell in die dicken Wintersachen packen, so dass der Watz nicht frieren muss. Im Anschluss bin ich genauso platt vom Umziehen wie der Watz vom Schwimmen (er schlummert noch auf der Heimfahrt ein).

Fazit: Babyschwimmen macht Spaß, aber erholsam ist anders. Man macht es ja auch wegen den ganzen positiven Effekten, die dem Babyschwimmen nachgesagt werden. Es soll gut sein für die körperliche Entwicklung, die Motorik und den Gleichgewichtssinn, da sich Babys im natürlichen Element Wasser viel freier bewegen können. Und natürlich die Bindung zwischen Eltern und Baby fördern, weil gemeinsames Planschen Spaß macht und verbindet. Es wird auch behauptet, dass Babys dadurch leichter schwimmen lernen, weil sie die Bewegung im Wasser kennen und die Gerüche und Geräusche im Schwimmbad ihnen vertraut sind. Weiß ich nicht genau, aber was ich sicher sagen kann: Spaß gemacht hat es unterm Strich.

Wer es einmal ausprobieren möchte, der findet hier Babyschwimmkurse im Raum Ludwigsburg:

Wie sehen eure Erfahrungen mit Babyschwimmkursen aus?